Stadtteilrundgang mit Manuela Strube 2023

Veröffentlicht am 31.07.2023 in Allgemein

Auch die in die Jahre gekommene Langenbergschule und Bldungsförderung waren Thema

Seit vielen Jahres ist es Tradition, dass der SPD-Ortsverein den Bürgermeister oder die Bürgermeisterin zu einem Rundgang durch den Ortsteil einlädt, um sich über aktuelle Belange vor Ort auszutauschen oder Informationen aus erster Hand zu erhalten. Die Route legt jeweils der Ortsverein fest und orientiert sich dabei an der Zahl oder Bedeutung von Hinweisen, die aus der Bevölkerung an ihn herangetragen wurden. Der Weg in diesem Jahr führte noch einmal durch einen Teil der Niedensteiner Straße, der Gänsefeldstraße, der Straße Am Mühlengraben zur Langenbergschule und über die Elgershäuser Straße zurück zum Ausgangspunkt, dem Dorfplatz.

Es waren vor allem Verkehrsthemen, die Bevölkerung und Ortsverein beschäftigten. Als Oberste Polizeibehörde ist die Bürgermeisterin dabei der ideale Partner, denn in ihrer Hoheit liegt es über Verkehrsbelange auf den Gemeindestraßen in abschließender Zuständigkeit zu entscheiden.

Das Wetter meinte es nicht gut mit dem Tross, der sich mit Bürgermeisterin Manuela Strube auf den Weg machte. War es im vergangenen Jahr noch entschieden zu heiß, waren phasenweise Niesel- oder Landregen ein kleiner Störfaktor. Dennoch hatten sich an den vorher bekanntgegebenen Stationen Bürgerinnen und Bürger eingefunden, um der SPD und der Bürgermeisterin von ihren Kümmernissen zu berichten und um Hilfe oder Unterstützung bei der Lösung zu bitten.

Die erste Station an der Ecke der Niedensteiner und der Besser Straße waren gleich ein Ort, an dem man sich von der überdurchschnittlich großen Belastung der Anwohner durch den Durchgangsverkehr von Nord nach Süd ein eigenes Bild machen konnte, unterstützt durch Schilderungen direkt betroffener Anwohner. Hatte Bürgermeisterin Strube seit dem letzten Stadtteilrundgang ihre Ankündigung wahr machen können, auf allen Gemeindestraßen Tempo 30 einzuführen, konnte sie für die Landesstraßen (Niedensteiner, Elgershäuser und Besser Straße) keine schnellen Lösungen anbieten. Sie sei jedoch mit dem Land und dem Kreis in engem Kontakt und habe bei der letzten Verkehrsschau mit diesen Stellen Verbesserungen besprochen, die bis zur nächsten Verkehrsschau in diesem Jahr Zahlen in Form zu erhebenden Zahlen von Fahrzeugbewegungen und Geschwindigkeiten belegt werden sollen. Zudem entwickelt die Stadt Baunatal einen Verkehrsrahmenplan mit dem Ziel den Innerortsverkehr auf die Umgehungsstraßen zu verlagern. Dabei ist das Ziel den Weg durch den Ort unattraktiv zu machen. Dazu sollen insbesondere wechselweise Parkverbote herangezogen werden, die den Verkehrsfluss zwar durch das Teilen einer Fahrbahnhälfte einschränken, aber zu mehr Lebensqualität für die Anwohner sorgen werden. Dabei wird auf die Belange der Landwirte mit ihren langen Gespannen genauso Rücksicht zu nehmen sein, wie für Liefer- und Besucherverkehr. Erste grobe Modelle seien bereits skizziert.

Derzeit ist die Besser Straße wegen des Endausbaus durch die Deutsche Glasfaser nur in einer Richtung befahrbar. Erste Erleichterungen zeichnen sich daher bereits an.

In der Gänsefeldstraße konnte man sich gemeinsam davon überzeugen, dass das im Vorjahr beim Rundgang eindringlich geschilderte Problem mit zugeparkten Einfahrten nachhaltig gelöst und inzwischen auch weitgehend akzeptiert sind. Zwei Anwohner schilderten gleichwohl weitere Probleme, die Bürgermeisterin notierte und denen sie sich annehmen will.

Zu Kulturhalle, Langenbergsporthalle, Sportplatz und Sportförderung konnte Frau Strube Informationen zum Fortschritt und zur Zukunft geben. Gleiches galt auch für die nächste Station an der Langenbergschule, bei der Themen wie Kinderbetreuung, Bildungsförderung und der Neubau der dem Kreis gehörenden Schule diskutiert wurden.

Weitere Themen, die ausführlich besprochen wurden:

Die Zahl der Allgemein- und Hausärzte sinkt, während die Einwohnerzahl steigt. Aktuell ist es bereits schwierig, einen Hausarzt zu finden.

Die gefahrenen Geschwindigkeiten in der Elgershäuser Straße werden als zu hoch empfunden, was sich bei den polizeilichen Geschwindigkeitsmessungen zum Teil bestätigte. Hier wird durch eine regelmäßige Blitzeraufstellung gegengesteuert werden.

Am Rande spielte auch die geplante und kontrovers diskutierte Siedlungsentwicklung im Norden von Großenritte eine große Rolle. Einig ist man sich darin, dass die Beteiligten ihre jeweiligen Argumente ernsthaft austauschen und sich eine Annäherung ergeben hat.