Stellungnahme des SPD Ortsvereins Großenritte zu dem HNA-Artikel vom 22.02.14

Veröffentlicht am 21.03.2014 in Presse

„Land: Nein zur Umgehungsstraße Großenritte.“

Der Großenritter SPD-Vorstand kann sich mit dieser Ablehnung, der von der gesamten Baunataler SPD geforderten Maßnahme einer Ortsumgehung nicht zufrieden geben. Wir sind schlichtweg empört über so viel Dilettantismus, denn schon unsere kommunalpolitischen Vorgänger haben vor über 30 Jahren diese Ortsumgehung gefordert. Vor über 30 Jahren war das Verkehrsaufkommen nicht mal ansatzweise vergleichbar mit der heutigen Verkehrssituation. Als Absage von Hessen Mobil kommt jetzt so lapidar rüber, es ist kein Geld für diese Maßnahme da. Aber wen verwundert es, wenn der Grüne Superminister für Wirtschaft, Energie und Verkehr für den Ausbau der Umgehungsstraßen und Landesstraßen hier die vorhandenen Mittel kürzt und anderen Verwendungszwecken zuführt.

Und das bisschen, was dann noch geht, wird in einem anderen Teil Hessens investiert.

Diese Entscheidung der Landesregierung ist für keinen, der die Gegebenheiten vor Ort sowie die Historie kennt, nachvollziehbar. Wie in der HNA vom 22.02.14 zu lesen war, gibt es dringendere Maßnahmen. Ob diese vermeintlich dringenderen Maßnahmen auch schon über 30 Jahre in der Warteschleife sind, möchte ich bezweifeln. Wie kann man solche Entscheidungen über die Köpfe der dort ansässigen Menschen treffen?

Die SPD Großenritte hat Jahr um Jahr, dem Verfahren entsprechend, ihre Anträge zur Umgehungsstraße gestellt, das Ergebnis „eine Teilortsumgehung“, aber nicht dank der Landesregierung, sondern durch die Aktivitäten der Stadt Baunatal.

Wir werden jetzt den Weg, den wir seit mehr als 30 Jahren gegangen sind, ohne entsprechendes Ergebnis, das muss man so selbstkritisch sehen, verlassen. Aber wir werden das Ziel nicht aus den Augen verlieren, im Gegenteil, wir werden einen anderen Weg einschlagen.

Die Teilortsumgehung, die vor 6 Jahren fertig gestellt wurde, entlastet den Ortskern von Großenritte nur bedingt. Aber selbst diese Teillösung konnte nur realisiert werden, weil die Stadt Baunatal hier in Vorleistung gegangen ist und rund 2,7 Mio. € vorfinanziert hat. Wir müssen uns fragen, wann die Schwarz-Grüne Regierung endlich registriert, dass auch in Nordhessen der Verkehr fließen muss und die Anwohner in den Orten entlastet werden müssen.

Das man hier von Seiten der Stadt Baunatal für diese Teilumgehung in Vorleistung gegangen ist, muss doch jedem deutlich machen, wie wichtig diese Maßnahme für die Einwohner  ist. Allerdings ist die Wirksamkeit nur dann gegeben, wenn die gesamte Ortsumgehung realisiert wird, eine Teilumgehung ist halt nun mal auch nur eine Teillösung.

Hier zum Beispiel einige Punkte, die für eine Ortsumgehung sprechen:

 * Verkehrsentlastungen innerorts,

*  einen wesentlich besseren Verkehrsfluss,

*  weniger Staus und somit auch ein volkswirtschaftlicher Nutzen,

*  deutliche Lärmreduzierungen,

* eine Verbesserung der Verkehrssicherheit.

Vielleicht sollte sich Herr Al-Wazir mal mit seinem eigenen Konzept beschäftigen.

Dort stehen dann so Sätze wie „Zukunft der Mobilität-Energiewende nur mit Verkehrswende“, oder „die Verkehrsströme müssen fließen“ -  ich weiß es nicht, aber vielleicht ist damit auch nur Frankfurt gemeint. Ich könnte hier noch mehr zitieren, aber uns geht es letztendlich darum, unsere Forderung nach der Weiterführung der Ortsumgehung  Großenritte nicht langfristig, auch nicht mittelfristig, sondern kurzfrist umzusetzen.

Der SPD-Ortsverein Großenritte ist für jede Unterstützung, die uns in der Sache weiterbringt, dankbar. Die Bürger und die Kommunalpolitik müssen jetzt zeigen, dass wir uns nicht so einfach von der Landesregierung vorführen lassen, wir werden unserer Forderung, wie bereits erwähnt, auf andere Art und Weise Nachdruck verleihen.

Karl-Hermann Herbst

-Vorsitzender SPD Großenritte-