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12.03.2026 in Presse

Pakt für den Ganztag verlässlich gestalten – Übergangslösung für Großenritte im Blick

 

Pressemitteilung

SPD-Fraktion Baunatal und SPD-Ortsverein Großenritte

Pakt für den Ganztag verlässlich gestalten – Übergangslösung für Großenritte im Blick

Mit dem kommenden Schuljahr tritt bundesweit der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder in Kraft. Jedes Kind hat künftig Anspruch auf mindestens acht Stunden Betreuung pro Schultag sowie auf eine Ferienbetreuung mit bis zu vier Schließwochen im Jahr.

Über den Stand der Vorbereitungen haben sich Vertreter der SPD-Fraktion und des SPD-Ortsvereins Großenritte im Gespräch mit dem für Bildung zuständigen Ersten Stadtrat Daniel Jung informiert.

Die Stadt Baunatal hat frühzeitig reagiert. Auf Grundlage eines einstimmigen Beschlusses der Stadtverordnetenversammlung wurde allen Grundschulen der Beitritt zum „Pakt für den Ganztag“ angeboten. Dieses Modell sieht eine enge Kooperation zwischen Land, Kommune und Schule vor, bei der die Stadt Baunatal die Trägerschaft der Betreuung übernimmt und eigene Ressourcen einbringt.

Zwei Baunataler Grundschulen – die Grundschule am Stadtpark und die Brüder-Grimm-Schule in Rengershausen – haben sich bereits für dieses Modell entschieden. Dort laufen derzeit die Vorbereitungen für den Start des Ganztagsangebots im Sommer.

Besondere Situation an der Langenbergschule

Eine besondere Ausgangslage besteht an der Langenbergschule in Großenritte. Die Schule hat sich zunächst entschieden, die Ganztagsbetreuung eigenständig im sogenannten Profil 1 zu organisieren. In diesem Modell ist die Kommune nicht Träger des Ganztagsangebots.

Für die Stadt bedeutet dies, dass die bisherigen Hortstrukturen perspektivisch zurückgeführt werden müssten, um Doppelstrukturen zu vermeiden. Ergänzende Betreuungsangebote über den gesetzlichen Mindestanspruch hinaus – etwa bis 17 Uhr – können weiterhin durch die Stadt organisiert werden.

Inzwischen hat sich die Schulleitung jedoch an die Stadt gewandt, da nach aktueller Einschätzung der gesamte Betreuungsbedarf allein nicht abgedeckt werden kann. Eine Bedarfsabfrage deutet darauf hin, dass rund 80 zusätzliche Betreuungsplätze erforderlich sein könnten. Zudem wäre die Ferienbetreuung nach derzeitiger Planung zunächst nur für Erstklässler gesichert, während Kinder der Jahrgänge 2 bis 4 schlechter gestellt wären.

Übergangslösung im Astrid-Lindgren-Haus

Vor diesem Hintergrund spricht sich die SPD für eine Übergangslösung aus. Der bestehende Hort im Astrid-Lindgren-Haus in Großenritte könnte zunächst weitergeführt werden. Mit zwei Hortgruppen und zwei altersübergreifenden Familiengruppen ließe sich der zusätzlich erkennbare Bedarf abdecken und gleichzeitig qualifiziertes Fachpersonal sichern.

„Unser Ziel ist eine gute Bildung und verlässliche Betreuung für alle Kinder in Baunatal. Gleichzeitig müssen wir verantwortungsvoll mit öffentlichen Mitteln umgehen und faire Strukturen an allen Schulstandorten gewährleisten“, betont SPD-Fraktionsvorsitzender Udo Rodenberg.

Perspektive: gemeinsamer Weg in den Ganztag

Aus Sicht der SPD kann eine Übergangslösung jedoch nur funktionieren, wenn gleichzeitig eine klare Perspektive besteht. Voraussetzung sei daher, dass die Langenbergschule den Weg in den Pakt für den Ganztag gemeinsam mit der Stadt verbindlich einschlagen will.

Die befristete Weiterführung des Hortangebots im Astrid-Lindgren-Haus könnte damit eine Brücke schlagen: zur Sicherstellung der Betreuung für Familien, zur Sicherung des Fachpersonals und zur schrittweisen Angleichung der Strukturen an allen Grundschulen in Baunatal.

„Die SPD setzt sich dafür ein, gemeinsam mit Schule, Verwaltung und allen Beteiligten eine tragfähige Lösung im Sinne der Kinder und Familien zu entwickeln“, erklärt der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Großenritte, Robert Szeltner.

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