09.09.2019 in Bundespolitik

Bewerber zum SPD-Bundesvorsitz stellen sich in Baunatal vor

 

Liebe Genossinnen und Genossen,

aus der Tagespresse oder persönlicher Email wissen Sie, dass der neue Bundesvorstand der SPD in einer Mitgliederabstimmung gewählt werden soll. Mehrere Paare aus je einem Genossen und einer Genossin haben sich für diese Aufgabe beworben. Einige davon werden Sie kennen, andere können Ihnen unbekannt sein. Damit Sie wissen, wen Sie wählen wollen, stellen sich alle Bewerber in einer Regionalkonferenz des SPD-Bezirks Hessen-Nord am Montag, 16. September 2019 in der Baunataler Stadthalle vor:

Bitte zwingend anmelden unter folgendem Link:
https://www.spd-hessen-nord.de/regionalkonferenz-16-09-2019-baunatal/

 

02.09.2019 in Ortsverein

Sitzung des Ortsvereinsvorstandes am 12. September 2019

 

Die nächste Sitzung des SPD-Ortsvereinsvorstandes Großenritte findet am Donnerstag, 12. September ab 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Großenritte, Grüner Weg, statt.

Der Vorstand wird sich mit aktuellen Themen der Kommunalpolitik in Großenritte beschäftigen. Die Einladung mit Tagesordnung geht den Vorstandsmitgliedern unmittelbar zu.

Die Situng ist für Mitglieder der SPD Großenritte öffentlich.

23.08.2019 in Ortsverein

Verkehrssituation im Trineweg

 
Darum geht es (Copyright: Google Maps)

Der Ortsvereins-Vorstand beriet sich erneut zur Situation im Trineweg.

Die GRÜNEN haben Bürgerklagen über zu schnell fahrende Fahrzeuge im Großenritter Trineweg aufgegriffen und zusammen mit der HNA in die Öffentlichkeit gebracht. Darüber hinaus haben Sie einen darauf bezogenen Antrag in die Stadtverordnetenversammlung im August 2019 eingebracht. Das ist ihr gutes Recht und grundsätzlich in Ordnung, hätten Sie nicht den Vorwurf erhoben, der SPD wären diese Anliegen egal. Dabei blenden sie aus, dass der Ortsverein Großenritte dieses Anliegen schon sein Jahren betreibt und dabei wesentliche Verbesserungen erreicht hat.

Im März 2017 wurde der Vorstand des SPD-Ortsvereins bei einer der regelmäßigen Ortsbegehungen auf Missstände in der Chattenstraße angesprochen. Trotz Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h würden viele Fahrzeuglenker erheblich schneller fahren und dabei Schul- und Kindergartenkinder gefährden. Der Ortsverein konnte erreichen, dass eine Verkehrszählung und Geschwindigkeitsmessung an mehreren Tagen erfolgte. Dabei bestätigte sich, dass die Geschwindigkeitsbeschränkung vielfach missachtet wurde, aber "im Rahmen des zu Erwartenden". Dennoch wurde noch in 2017 ein gemeinsamer Termin für eine Verkehrsschau mit dem Bürgermeister als Ortspolizeibehörde, der Polizei und Anwohnern angesetzt. Verschiedene Ansätze wurden vorgebracht aber polizeilich als nicht dringend erforderlich eingestuft. Der Ansatz einer konsequenten Rechts-vor-Links Verkehrsführung wurde vom Träger der Stadtbuslinie als kritisch eingestuft. Das konnte den SPD-Ortsverein nicht überzeugen und er gab sich damit nicht zufrieden.

Auch sprach sich der SPD-Ortsverein dafür aus, das Parken an der Straße nicht weiter einzuschränken, sondern gerade durch wechselseitiges Parken eine Situation zu schaffen, die Aufmerksamkeit vom Autofahrer erfordert.

Ostern 2017 war es dann soweit: Die Vorfahrtstraße wurde bis auf einen wenige Meter langen Bereich (abknickende Vorfahrt) abgebaut und  Rechts vor Links eingeführt. Die Zahl der Geschwindigkeitsüberschreitungen ist daher zurückgegangen.

Leider konnte für den Trineweg nichts Vergleichbares umgesetzt werden. Zwischen Holzweg und Elgershäuser Straße hat dieser keine Einmündungen von rechts. Verkehrsberuhigende Einbauten (Bäume, Planzbereiche) sind ebenso nicht vorhanden.

Der SPD-Ortsverein forderte daher in 2018:

  • Auch für die Einmündung "Weißes Feld" und den "Holzweg" Rechts vor Links einzuführen
  • Wechselseitiges Parken im Trineweg einzurichten und in Kombination hierzu
  • Fahrbahnmarkierungen auf der Fahrbahn anzubringen und die identifizierten Parkflächen quasi mit Konturen aufzuzeichnen. Solche Markierungen verhindern i.d.R. das Parken direkt vor dem Einmündungsbereich und gestalten die ganze Verkehrssituation wesentlich übersichtlicher.

Leider kam es nicht dazu, diese Vorschläge umzusetzen. Vorher sollte noch das Ende der Sperrung der Straße "unter den Linden" abgewartet und eine neue Verkehrszählung mit Geschwindigkeitsmessung vorgenommen werden. 

Die Entscheidung liegt ausschließlich in der Kompetenz der Bürgermeisterin als Ortspolizeibehörde. Diese Entscheidung war für Herbst 2019 nach dem Ergebnis der Zählung und Messung geplant.

Wie eingangs erklärt, handeln die GRÜNEN in der Sache legitim und im Gleichklang mit dem SPD-Ortsverein. Lediglich der Vorwurf der Untätigkeit ist zurückzuweisen.

19.08.2019 in Allgemein

Elektroauto-Ausfahrt: "Benzingespräche" mal anders

 
Zehn Elektroautos bei der Ausfahrt der Stadt Baunatal mit E-Autos mit Fahrern und Beifahrern

Die Stadt Baunatal und die Gemeinde Ahnatal hatten zu einer gemeinsamen Ausfahrt mit Elektroautos eingeladen. Von den Startpunkten in Baunatal und Ahnatal ging es nahezu lautlos (die neueren Modelle haben einen Soundgenerator, damit Fußgänger sie hören könne) zunächst zum gemeinsamen Treffpunkt nach Habichtswald-Ehlen und dann weiter nach Wolfhagen. Dort war der Wolfhager Energieweg (mit Stationen rund um Stromgewinnung und -Nutzung) das eigentliche Ziel. Gleichzeitig war es auch die letzte Fahrt mit dem Carsharing Golf, jenem Auto, mit dem jeder interessierte Bürger kostenlos seine eigenen Erfahrungen mit einem E-Mobil machen konnte: reservieren - losfahren.

 

Insgesamt 10 Elektroautos nahmen an dem Ausflug teil. Darunter waren drei Volkswagen, deren Bodengruppe mit Antriebsstrang in Baunatal montiert wurde. Einer davon, ein goldfarbener VW e-up!, gehört dem Großenritter SPD-Stadtverordneten Arnold Dittmar. Über seine Erfahrungen siehe den nachstehenden Artikel.

 

Wie immer, wenn Männer zusammen kommen, wird über Autos geredet. So war es auch bei der Elektroauto-Ausfahrt.

  1. Wie lang war die längste Fahrt, die man elektrisch unternommen hat?
  2. Wo wird das Auto geladen?
  3. Wer hatte schon mal Probleme?

Interessant war, dass Probleme eigentlich nur durch Ladesäulen aufgetreten sind, die durch andere Elektroautos blockiert waren. Es scheint einige wenige E-Mobilisten zu geben, die Ladepunkte über Stunden blockieren, obwohl der Ladevorgang beendet ist und dadurch andere aussperren. Etwas mehr gegenseitige Rücksichtnahme würde auch dieses Problem gar nicht erst entstehen lassen.

 

Interessant ist auch, dass die Kosten pro 100 Kilometer zwischen knapp 1,14 Euro und rund 3 Euro liegen, je nachdem, ob man Strom von eigenen Solarzellen oder nur aus dem normalen Stromnetz bezieht. Die Stromanbieter bieten bei getrenntem Zähler für die Ladesteckdosen auch günstige Tarife an, weshalb die drei Euro tatsächlich leicht zu unterschreiten sind.

 

Wegen Strommangel liegengeblieben ist noch keiner, trotz langer Fahrten über viele hundert Kilometer am Stück. Von den Ausflugsteilnehmern kennt auch keiner einen, dem das schon einmal passiert ist, obwohl einige Teile einer großen deutschen Community von Enthusiasten sind. Zaungästen konnte daher diese Angst aus voller Überzeugung heraus genommen werden.

19.08.2019 in Allgemein

Leben mit dem Elektroauto

 
Stadtverordneter Arnold Dittmar mit dem Volkswagen e-up! bei der Elektroauto-Ausfahrt 2019

 

Arnold Dittmar ist Stadtverordneter der SPD Baunatal. Seit einem Jahr hat er sein Benzin-Auto gegen einen rein elektrisch angetriebenen Volkswagen e-up! getauscht. Er berichtet uns über seine Erfahrungen:

 

Haben Sie den Umstieg auf ein rein elektrisch betriebenes Fahrzeug je bereut?

Nein, keinen einzigen Moment.

 

Haben Sie keine Angst, mit leerer Batterie liegen zu bleiben?

Nein. Ich habe meine Fahrbedürfnisse analysiert und mir einen dazu passendes Auto gekauft. Meine Fahrten zur Arbeit und privat lagen durch die Bank weg unter 100 Kilometer am Stück. Bei den meisten wurde der Benziner nach weniger als 20 Minuten überhaupt nicht richtig warm und erreichte daher fast nie die optimalen Betriebsbedingungen. Bei einem Diesel hätte die Abgasreinigung noch nicht einmal richtig arbeiten können. Unter Umweltgesichtspunkten ist das Elektroauto vom ersten Meter an klar überlegen.

 

Das Elektroauto hat aber auch schon bei der Herstellung der Batterien ein viel größeres Paket an CO2-Emissionen..

Ja - und auch nein. Es kommt darauf an, das richtige Batteriepaket für seinen Fahrtbedarf zu finden. Je größer die Batterie und damit die Reichweite, desto höher der CO2-Rucksack. Benzin und Diesel kommen aber auch nicht so direkt aus der Tanksäule. Sie sind das Ergebnis eines Raffinerieprozesses, bei dem auch erhebliche Energie aufgewendet wird.  Der Nutzungsgrad der eingesetzten Energie ist bei E-Auto unerreicht.

 

Und für die Urlaubsreise?

Entweder plane ich -je nach Kapazität der Batterie- alle 130 bis 250 Kilometer einen Schnellladestopp ein, oder ich nutze das beinhaltete Angebot des Herstellers für einen kostenlosen Leihwagen von 10 Tagen pro Jahr. Das kann ich nutzen, wenn ich mal einen größeren Kofferraum benötige. Für große Distanzen nutze ich aber eher die Bahn und den ÖPNV am Reiseziel.

 

Wie oft laden Sie?

In der Regel hänge ich das Auto einmal pro Woche an das Ladegerät.

 

Wo und wie laden Sie?

Ich lade zu Hause in meiner Garage - an einer stinknormalen Schuko-Steckdose. Wenn ich abends zu Laden beginne, ist der Akku am nächsten Morgen wieder voll. Ich überlege noch, mit eine spezielle Ladeeinrichtung in die Garage einzubauen, eine sogenannte Wallbox, mit der ich den Ladevorgang auf wenige Stunden verkürzen kann. Das ist die selbe Technik, wie bei öffentlichen Ladestationen.

 

Warum haben Sie sich für einen e-up! entschieden?

Als Baunataler wollte ich auch ein Elektroauto aus Baunatal haben. Der up! Mit der kleinen 17 kW/S Batterie war völlig ausreichend. Auch der Platz reicht locker für bis zu vier Personen, den Wochenendeinkauf oder Reisegepäck. Bei anderem Bedarf hätte ich mir den Golf noch einmal angesehenen, doch für mich war der up! maßgeschneidert. Ich habe vielleicht ein, zwei Jahre zu früh gewechselt, wenn man rein auf den Anschaffungspreis schaut. Inzwischen sind neue Volkswagenmodelle mit größerer Reichweite und einem sehr, sehr viel niedrigen Anschaffungspreis angekündigt.

 

Worauf sollte ein potenzieller Käufer eines E-Autos achten?

An Stelle der konventionellen Climatronic-Klimaanlage würde ich eine Wärmepumpe ins Auge fassen. Damit geht weniger Strom in das Heizen oder Kühlen im Sommer bzw. Winter. Für das Laden unterwegs sollte das Auto das Laden mit Gleichstrom unterstützen (z.B. CCS). Da geht das Laden ratzfatz. Zu meiner Zeit war das aufpreispflichtig und hat den Grundpreis noch einmal erhöht. Fast alle Autos haben eine integrierte Anbindung an den Mobilfunk, z. B. Volkswagen Connect. Damit kann ich den Ladezustand auch über Distanzen hinweg kontrollieren und das Auto wie bei einer Standheizung vorwärmen oder -kühlen. Wenn das Auto an kalten oder heißen Tagen draußen steht, starte ich die App, wähle "temperieren" und steige in ein angenehm temperiertes Auto.

 

Also alles richtig gemacht?

Alles richtig gemacht.