24.10.2023 in Ortsverein
Die Mitgliederversammlung der SPD Großenritte wird bei der Mitgliederversammlung am 18. November 2023 eine neue Satzung beschließen. Den Entwurf stellen wir an an dieser Stelle zur Vorbereitung auf die Beschlussfassung vor:
SPD-Ortsverein Großenritte
Satzung
Der Tätigkeitsbereich des Ortsvereins umfasst das Gebiet des Stadtteils Großenritte der Stadt Baunatal. Er führt den Namen „Sozialdemokratische Partei Deutschlands, Ortsverein Großenritte“, Kurzform „SPD Großenritte“.
Diese Satzung regelt die Angelegenheiten des Ortsvereins Großenritte, soweit die Satzung des jeweils nächsthöheren Gebietsverbandes der SPD hierüber keine Vorschriften enthält (§ 6 Abs. 1 Satz 2 Parteiengesetz). Sie darf nicht im Widerspruch zu höherrangigen Satzungen stehen (§ 9 Abs. 2 des Organisationsstatuts der SPD).
Organe des Ortsvereins Großenritte sind die Mitgliederversammlung und der Vorstand.
(5) Die Mitgliederversammlung wird von einem Präsidium bestehend aus dem geschäftsführenden Vorstand geleitet. Die Mitgliederversammlung kann sich eine Geschäftsordnung geben.
Die Delegierten des Ortsvereins für die Delegiertenkonferenzen bzw. Parteitage der höheren politischen Ebenen (Wahlkreis, Stadtverband, Unterkreis, Unterbezirk) werden von der Mitgliederversammlung für die Dauer der Amtszeit des Vorstandes gewählt. Die Delegierten sind nicht weisungsgebunden, sollen sich aber vor Parteitagen mit den Mitgliedern des Ortsvereins austauschen und ein Meinungsbild einholen.
dürfen weder Mitglieder des Ortsvereinsvorstandes noch hauptamtlich tätige Mitarbeiter/innen der Partei sein.
22.10.2023 in Allgemein
Die Sitzung des SPD-Vorstandes am 12. Oktober begann mit einer Nachbetrachtung der Landtagswahl, die für die SPD zu einem sehr enttäuschenden Wahlergebnis geführt hatte. Es wurden die offensichtlichen und die vermutlichen Gründe für die Abkehr der Wähler von der SPD diskutiert und die daraus zu ziehenden Schlüsse schonungslos gezogen. Klar ist, dass es zu einem Neuanfang kommen muss und sich die SPD auf allen Ebenen mit den Bürgern auseinandersetzen muss, auch dort, wo es weh tut.
Es folgte ein Rückblick auf die zurückliegenden Veranstaltungen: den Kirmesumzug, die Großveranstaltung mit Olaf Scholz und Nancy Faeser, den Austausch mit der Initiative „Großenritte-Nord“ und das Auffrischen von Erinnerungen an das alte Großenritte mit Reiner Heine.
Die nächsten Veranstaltungen werden sein: eine Veranstaltung im Rahmen des Kaffeeklatsches in Kooperation mit der St. Georgs-Apotheke zum Thema „elektronisches Rezept“ am 27. 11., die Telefonsprechstunde „Kümmertelefon“ des SPD-Ortsvereinsvorstandes am 23.11. und die Mitgliederversammlung der SPD Großenritte am 18.11.2023. Zu diesen Veranstaltungen werden noch gesonderte Hinweise folgen.
Den Schwerpunkt der Sitzung stellte die Nahversorgung des Stadtteils. Vor 50 Jahren waren im Ortszentrum mit dem Edeka-Laden Hirdes, dem Konsum-Markt COOP, dem REWE-Kaufhaus Schmincke und dem SPAR-Markt am Holzweg noch vier Lebensmittelhändler im Umkreis von wenigen hundert Metern. Dinge des täglichen Bedarfs konnten zu Fuß eingekauft werden Übrig geblieben ist nur das Kaufhaus Schmincke. Aus dem EDEKA-Laden wurde ein Getränkemarkt, der Verkauf von Lebensmitteln wanderte in die Ortsrandlage an der Rostocker Straße. Dieser ist für die meisten Großenritter nur mit dem Auto erreichbar. Fußgänger müssen eine gefährliche Überquerung der vielbefahrenen Rostocker Straße an einer unübersichtlichen Biegung in Kauf nehmen, was nicht nur ältere Mitmenschen ärgert, sondern auch den SPD-Ortsverein immer wieder mit einer Forderung nach einer sicheren Überquerungsmöglichkeit auf den Plan rief.
Nach Hinweisen aus der Bevölkerung müssen wir davon ausgehen, dass das Angebot an Lebensmitteln und Getränken im Ortskern noch weiter abnehmen wird und beides möglicherweise nur an der Rostocker Straße zu kaufen sein wird. SPD-Stadtverordnete werden ihr Auskunftsrecht in der nächsten Fragestunde nutzen, um von der Stadt zu erfahren, ob Anzahl und Lage der Einzelhandelsversorgung in Großenritte nach den Maßstäben einer verantwortlichen Stadtplanung ausreichen und wie sie dem absehbaren weiteren Ladensterben entgegenwirken will.
08.10.2023 in Allgemein
Die Landtagswahl 2023 war für die SPD von einigen für sie ungünstigen Einflüssen belastet. Nach mehr als 25 Jahren die schwarze beziehungsweise schwarz-grüne Landesregierung abwählen zu können, war schon seit langem unwahrscheinlich. Für uns ist dieses Ergebnis schade und enttäuschend. Das starke Ergebnis der undemokratischen blauen Partei sehen wir mit Entsetzen.
Dennoch danken wir allen Mitbürgerinnen und Mitbürgern, die zur Wahlurne gegangen sind und ihre Stimmen abgegeben haben. Nur wer zur Wahl gegangen ist, wird die künftige Regierung an ihren Erwartungen messen können. Der Einfluss der sozialdemokratischen Ideale, vor allem eine überfällige Verbesserung der Bildungspolitik und der Verkehrserschließung im ländliichen Raum, wird dabei nicht zum Tragen kommen. Dennoch werden wir den vertanen Chancen nicht nachtrauern, sondern entschlossen für die Belange der Bürgerinnen und Bürger eintreten. Dabei ist es umso bedauerlicher, dass unser Direktkandidat Florian Schneider mit seiner bereits mehrfach bewiesenen Expertise Baunatal für sich gewonnen und zwar bedeutend mehr Stimmen geholt hat, als die Zweitstimmen für die SPD, dem Hessischen Landtag aber höchstwahrscheinlich nicht mehr angehören wird.
Vielen Dank an Sie, liebe SPD-Wähler für ihre Stimme und auch an dich, Genosse Florian Schneider für deinen engagierten und leidenschaftlichen Wahlkampf für die Interessen der sozialdemokratischen Wählerschaft! Bei der nächsten Landtagswahl wirst du dich wieder auf die Baunataler SPD stützen können.
08.10.2023 in Allgemein
Der SPD-Ortsvereinsvorstand wird sich am Donnerstag, 12. Oktober 2023, ab 19 Uhr zur nächsten Vorstandssitzung im Raum 4 der Alten Schule treffen. Neben einem Rückblick auf die Landtagswahl stehen aktuelle Themen und Veranstaltungen auf der Tagesordnung. Der Schwerpunkt wird sich wieder mit der Siedlungsentwicklung und der Nahversorgung von Großenritte kümmern. Entgegen unseren Annahmen wurde der Entwurf des Bebauungsplans Am Talrain noch nicht in die städtischen Gremien eingebracht, sondern nur intern einem überfraktionellen Lenkungsausschuss (nichtöffentlich) vorgestellt, weshalb nur aus allgemeinen Umschreibungen geschlossen werden kann Doch unsere Erwartung, dass sich hier ein Schmuckstück heranbildet, scheint sich zu bewahrheiten.
Alle Mitglieder des SPD sind als Gäste gern willkommen!
08.10.2023 in Allgemein
Reiner Heine, Mitglied des SPD-Ortsvereinsvorstandes und Stadtverordnetenvorsteher, widmet seine wenige freie Zeit der Erforschung der Großenritter Geschichte. Er taucht tief in die Archive der Kasseler Tageszeitungen ein, die in die Hessisch-Niedersächsische Allgemeine aufgegangen sind. Einige Jahrzehnte archivierter Tageszeitungen hat er durchforscht und dabei so manche interessante, amüsante und aufschlussreiche Information zusammengetragen. Gäste des SPD-Kaffeeklatsch hat er an diesen Funden teilhaben lassen und in einem lebhaften Bildvortrag an Einblicken in das Großenritte von früher teilhaben lassen.
Dabei führte er gedanklich auf einem am Eco-Pfad „Kulturgeschichte Großenritte“ durch das mit Abstand größte und mit fast 1.250 Jahren älteste Dorf im Tal von Leisel, Lützel und Bauna. Der Weg führte nach einem Überblick über die Entwicklung von Großenritte in den letzten 100 Jahren an konkrete Orte, die jeder Großenritter kennt: Den Bahnhof Großenritte, der als Passagierbahnhof der Kleinbahn Kassel-Naumburg die Verbindungen nach Elgershausen, Hoof, Sand, Nordshausen und Kassel-Wilhelmshöhe war. Dort hatte man dann Anschluss an weiterführende Verbindungen. Doch auch dem Warenumschlag diente dieser Bahnhof, denn in unmittelbarer Nähe, denn Zuckerrüben, Schotter aus dem Steinbruch und viele gewerbliche Waren wurden hier verladen und dem Zug zu den Empfängern auf den Weg gebracht.
Die nächste gedankliche Station ist der Hünstein, ein Menhir-Stein, den nach Sagen ein Riese vom Hirzstein auf die Kirchbaunaer Kirche werfen wollte, ihn aber nur noch bis hinter Großenritte schleudern konnten. Interessanterweise kann man an dem Stein Einkerbungen sehen, die exakt den Abdrücken von Fingern entsprechen. Dieser Stein war lange Zeit vergraben gewesen, da er den Bauern beim Bestellen seines Feldes behinderte. August Bohley hat ihn später lokalisiert und ausgraben lassen. Inzwischen hat er einen neuen Standort, ein gutes Stück von seiner ursprünglichen Position in der Nähe eines nach ihm benannten Kindergartens gefunden.
Mit Erstaunen wurden Bilder aus der Großenritter Kreuzkirche aufgenommen, die früher nicht die nüchtern-sachliche Ausstattung hatte, sondern viele Ornamente, Stuckarbeiten und Farben vorwies. Über der derzeitigen Empore gab es noch eine dritte Galerie, auf der die Konfirmandinnen und Konfirmanden dem Gottesdienst beiwohnten und dabei -wie Zeitzeugen sich erinnerten- Vorteile für sich daraus zogen, dass sie nicht wie heute im direkten Blickfeld des Pfarrers waren. Mit Heines Hilfe konnten die Gäste den Ablauf der Amtsinhaber der Großenritter Pfarrerstelle von Pfarrer Rose bis heute vervollständigen. Besonders die Pfarrer Rose und Kraushaar hatten diese Stelle lange Jahre inne.
Im Westen wurde den Sportvereinen von der Gemeinde ein abschüssiges Gelände zur Verfügung gestellt, welches in tausenden freiwilligen Arbeitsstunden zum Teil abgetragen, zum Teil aufgeschüttet wurden, bis darauf die Langenberg-Kampfbahn mit dem ersten nordhessischen Umkleidehäuschen den Rasen-Sportlern Komfort boten und auch für Rad- und Motorradrennen genutzt wurde. Auf vielen bis zu 100 Jahre alten Fotos erkannten Besucher ihre Eltern und Großeltern wieder.
Der Burgberg war und ist ein Steinkegel mit einem besonders qualitativen Basaltgestein, der industriell zu hochwertigem Schotter verarbeitet wurde und heute über weite Teile Deutschlands verstreut liegt. Aktuell ist die Ostflanke wieder mit Bauschutt verfüllt und kaum etwas erinnert noch an diesen Steinbruch.
Das Gertrudenstift ist heute noch vorhanden, haben aber kaum noch etwas mit den Bildern gemein, die Reiner Heine zeigen konnte. Ursprünglich war es ein Jagdschlösschen mit einem angegliederten Gutshof, der von den Nonnen selbst bewirtschaftet wurde. Heute ist es ein moderner Alten- und Pflegebetrieb moderner Prägung.
Nicht weit vom Gertrudenstift lag der Heiligenborn, von dem heute nichts mehr zu sehen ist und an den nur noch der Name von Flurstücken und Straßen erinnert. Der Heiligenborn war eine Quelle mit einem sehr reinen und hochwertigen Quellwasser, welches sogar auf Flaschen gezogen und als Heilwasser verkauft wurde. Heute ist die Quelle gefasst und die ehemals kurparkähnliche Gestaltung verschwunden.
Ein Stückchen weiter erinnert die Pfaff-Eiche an das fünfzigjährige Dienstjubiläum eines einheimischen Försters. Sein Enkel war unter den Teilnehmern des Kaffeeklatsches und wusste Informationen aus erster Hand beizusteuern. Auch der Nachfolger des Försters übte seine Tätigkeit über Jahrzehnte aus. Zu seiner Ehrung wurde eine Linde gepflanzt.
Wer den Vortrag verpasst hat, kann sich einen Teil der Informationen aus einem Flyer des Eco-Pfades aus dem Internet herunterladen. https://eco-pfade.de/fileadmin/eco_pfad_grossenritte/Flyer_Eco_Pfad_Grossenritte.pdf.
Je nachdem wusste er Anekdoten oder interessante Details beizusteuern. An einige der vorgestellten Ereignisse konnten sich Besucher des Kaffeeklatsches sogar noch selbst erinnern.
Reiner Heine versprach, seine Reihe mit Bildern aus dem alten Großenritte im kommenden Jahr fortzusetzen. Wir freuen uns schon jetzt darauf!