Allgemein
08.10.2023 in Allgemein
Die Landtagswahl 2023 war für die SPD von einigen für sie ungünstigen Einflüssen belastet. Nach mehr als 25 Jahren die schwarze beziehungsweise schwarz-grüne Landesregierung abwählen zu können, war schon seit langem unwahrscheinlich. Für uns ist dieses Ergebnis schade und enttäuschend. Das starke Ergebnis der undemokratischen blauen Partei sehen wir mit Entsetzen.
Dennoch danken wir allen Mitbürgerinnen und Mitbürgern, die zur Wahlurne gegangen sind und ihre Stimmen abgegeben haben. Nur wer zur Wahl gegangen ist, wird die künftige Regierung an ihren Erwartungen messen können. Der Einfluss der sozialdemokratischen Ideale, vor allem eine überfällige Verbesserung der Bildungspolitik und der Verkehrserschließung im ländliichen Raum, wird dabei nicht zum Tragen kommen. Dennoch werden wir den vertanen Chancen nicht nachtrauern, sondern entschlossen für die Belange der Bürgerinnen und Bürger eintreten. Dabei ist es umso bedauerlicher, dass unser Direktkandidat Florian Schneider mit seiner bereits mehrfach bewiesenen Expertise Baunatal für sich gewonnen und zwar bedeutend mehr Stimmen geholt hat, als die Zweitstimmen für die SPD, dem Hessischen Landtag aber höchstwahrscheinlich nicht mehr angehören wird.
Vielen Dank an Sie, liebe SPD-Wähler für ihre Stimme und auch an dich, Genosse Florian Schneider für deinen engagierten und leidenschaftlichen Wahlkampf für die Interessen der sozialdemokratischen Wählerschaft! Bei der nächsten Landtagswahl wirst du dich wieder auf die Baunataler SPD stützen können.
08.10.2023 in Allgemein
Der SPD-Ortsvereinsvorstand wird sich am Donnerstag, 12. Oktober 2023, ab 19 Uhr zur nächsten Vorstandssitzung im Raum 4 der Alten Schule treffen. Neben einem Rückblick auf die Landtagswahl stehen aktuelle Themen und Veranstaltungen auf der Tagesordnung. Der Schwerpunkt wird sich wieder mit der Siedlungsentwicklung und der Nahversorgung von Großenritte kümmern. Entgegen unseren Annahmen wurde der Entwurf des Bebauungsplans Am Talrain noch nicht in die städtischen Gremien eingebracht, sondern nur intern einem überfraktionellen Lenkungsausschuss (nichtöffentlich) vorgestellt, weshalb nur aus allgemeinen Umschreibungen geschlossen werden kann Doch unsere Erwartung, dass sich hier ein Schmuckstück heranbildet, scheint sich zu bewahrheiten.
Alle Mitglieder des SPD sind als Gäste gern willkommen!
08.10.2023 in Allgemein
Reiner Heine, Mitglied des SPD-Ortsvereinsvorstandes und Stadtverordnetenvorsteher, widmet seine wenige freie Zeit der Erforschung der Großenritter Geschichte. Er taucht tief in die Archive der Kasseler Tageszeitungen ein, die in die Hessisch-Niedersächsische Allgemeine aufgegangen sind. Einige Jahrzehnte archivierter Tageszeitungen hat er durchforscht und dabei so manche interessante, amüsante und aufschlussreiche Information zusammengetragen. Gäste des SPD-Kaffeeklatsch hat er an diesen Funden teilhaben lassen und in einem lebhaften Bildvortrag an Einblicken in das Großenritte von früher teilhaben lassen.
Dabei führte er gedanklich auf einem am Eco-Pfad „Kulturgeschichte Großenritte“ durch das mit Abstand größte und mit fast 1.250 Jahren älteste Dorf im Tal von Leisel, Lützel und Bauna. Der Weg führte nach einem Überblick über die Entwicklung von Großenritte in den letzten 100 Jahren an konkrete Orte, die jeder Großenritter kennt: Den Bahnhof Großenritte, der als Passagierbahnhof der Kleinbahn Kassel-Naumburg die Verbindungen nach Elgershausen, Hoof, Sand, Nordshausen und Kassel-Wilhelmshöhe war. Dort hatte man dann Anschluss an weiterführende Verbindungen. Doch auch dem Warenumschlag diente dieser Bahnhof, denn in unmittelbarer Nähe, denn Zuckerrüben, Schotter aus dem Steinbruch und viele gewerbliche Waren wurden hier verladen und dem Zug zu den Empfängern auf den Weg gebracht.
Die nächste gedankliche Station ist der Hünstein, ein Menhir-Stein, den nach Sagen ein Riese vom Hirzstein auf die Kirchbaunaer Kirche werfen wollte, ihn aber nur noch bis hinter Großenritte schleudern konnten. Interessanterweise kann man an dem Stein Einkerbungen sehen, die exakt den Abdrücken von Fingern entsprechen. Dieser Stein war lange Zeit vergraben gewesen, da er den Bauern beim Bestellen seines Feldes behinderte. August Bohley hat ihn später lokalisiert und ausgraben lassen. Inzwischen hat er einen neuen Standort, ein gutes Stück von seiner ursprünglichen Position in der Nähe eines nach ihm benannten Kindergartens gefunden.
Mit Erstaunen wurden Bilder aus der Großenritter Kreuzkirche aufgenommen, die früher nicht die nüchtern-sachliche Ausstattung hatte, sondern viele Ornamente, Stuckarbeiten und Farben vorwies. Über der derzeitigen Empore gab es noch eine dritte Galerie, auf der die Konfirmandinnen und Konfirmanden dem Gottesdienst beiwohnten und dabei -wie Zeitzeugen sich erinnerten- Vorteile für sich daraus zogen, dass sie nicht wie heute im direkten Blickfeld des Pfarrers waren. Mit Heines Hilfe konnten die Gäste den Ablauf der Amtsinhaber der Großenritter Pfarrerstelle von Pfarrer Rose bis heute vervollständigen. Besonders die Pfarrer Rose und Kraushaar hatten diese Stelle lange Jahre inne.
Im Westen wurde den Sportvereinen von der Gemeinde ein abschüssiges Gelände zur Verfügung gestellt, welches in tausenden freiwilligen Arbeitsstunden zum Teil abgetragen, zum Teil aufgeschüttet wurden, bis darauf die Langenberg-Kampfbahn mit dem ersten nordhessischen Umkleidehäuschen den Rasen-Sportlern Komfort boten und auch für Rad- und Motorradrennen genutzt wurde. Auf vielen bis zu 100 Jahre alten Fotos erkannten Besucher ihre Eltern und Großeltern wieder.
Der Burgberg war und ist ein Steinkegel mit einem besonders qualitativen Basaltgestein, der industriell zu hochwertigem Schotter verarbeitet wurde und heute über weite Teile Deutschlands verstreut liegt. Aktuell ist die Ostflanke wieder mit Bauschutt verfüllt und kaum etwas erinnert noch an diesen Steinbruch.
Das Gertrudenstift ist heute noch vorhanden, haben aber kaum noch etwas mit den Bildern gemein, die Reiner Heine zeigen konnte. Ursprünglich war es ein Jagdschlösschen mit einem angegliederten Gutshof, der von den Nonnen selbst bewirtschaftet wurde. Heute ist es ein moderner Alten- und Pflegebetrieb moderner Prägung.
Nicht weit vom Gertrudenstift lag der Heiligenborn, von dem heute nichts mehr zu sehen ist und an den nur noch der Name von Flurstücken und Straßen erinnert. Der Heiligenborn war eine Quelle mit einem sehr reinen und hochwertigen Quellwasser, welches sogar auf Flaschen gezogen und als Heilwasser verkauft wurde. Heute ist die Quelle gefasst und die ehemals kurparkähnliche Gestaltung verschwunden.
Ein Stückchen weiter erinnert die Pfaff-Eiche an das fünfzigjährige Dienstjubiläum eines einheimischen Försters. Sein Enkel war unter den Teilnehmern des Kaffeeklatsches und wusste Informationen aus erster Hand beizusteuern. Auch der Nachfolger des Försters übte seine Tätigkeit über Jahrzehnte aus. Zu seiner Ehrung wurde eine Linde gepflanzt.
Wer den Vortrag verpasst hat, kann sich einen Teil der Informationen aus einem Flyer des Eco-Pfades aus dem Internet herunterladen. https://eco-pfade.de/fileadmin/eco_pfad_grossenritte/Flyer_Eco_Pfad_Grossenritte.pdf.
Je nachdem wusste er Anekdoten oder interessante Details beizusteuern. An einige der vorgestellten Ereignisse konnten sich Besucher des Kaffeeklatsches sogar noch selbst erinnern.
Reiner Heine versprach, seine Reihe mit Bildern aus dem alten Großenritte im kommenden Jahr fortzusetzen. Wir freuen uns schon jetzt darauf!
18.09.2023 in Allgemein
Interessiert an mehr?
Besuchen Sie die Veranstaltung mit Reiner Heine am 2. Oktober 2023 ab 14 Uhr im Saal des Dorfgemeinschaftshauses Großenritte, Grüner Weg 31A.
Bringen Sie bitte ein eigenes Kaffeegedeck mit!
18.09.2023 in Allgemein
Reiner Heine ist als Stadtverordnetenvorsteher ein sehr beschäftigter Mann. Sein Terminkalender ist so voll mit Terminen wie kaum der eines anderen Ruheständlers. Für seine Leidenschaft, die Großenritter Geschichte aufzuarbeiten, findet sich immer weniger Zeit.
Wir sind ihm daher dankbar, dass er einen Nachmittag freischaufeln konnte, um dem SPD-Ortsverein Großenritte einen Teil seiner Erkenntnisse in einem Fotovortrag vorzustellen.
Am Montag, 2. Oktober 2023
ab 14:00 Uhr im Saal des
Dorfgemeinschaftshauses „Alte Schule“
Grüner Weg 31A, Großenritte
wird Reiner Heine uns in die Zeit zurückversetzen, als Großenritte noch das größte Dorf im Tal von Bauna und Leisel war.
Reiner Heine hat uns -sozusagen zur Einstimmung- ein paar wenige Fotos aus seinem Vortrag zur Verfügung gestellt. Bei uns Älteren stellt sich beim Anblicken ein nostalgisches Gefühl ein. Man glaubt beinahe noch die Postkutschen halten und vom Hof Wicke abfahren zu sehen. Heute erinnert nur noch der Straßenname „Poststraße“ an diesen historischen Platz. Auch beim Blick auf das Bild mit dem Backhaus und dem Andrang davor, glaubt man wieder den Geschmack des frischen Brotes oder des anschließend gebackenen Quetschenkuches, des karamellisierten Eischnees auf dem Rhabarberkuchen zu schmecken. Heute kann kaum noch jemand den Ort zeigen, wo das Gemeinschaftsbackhaus stand.
Arnold Dittmar, heute Hobby-Schaffner beim Hessencourrier, bekommt feuchte Augen beim Blick auf einmalige Fotos der Lokomotiven der Kleinbahn Kassel-Naumburg, mit denen er noch als kleiner Junge im Linienbetrieb nach Kassel und zurück gefahren ist und von denen die letzte den Zug des Hessencourriers zieht.
Wer will, kann sich diese hier erwähnten Fotos (und einige weitere) auf der Homepage des SPD-Ortsvereins Großenritte ansehen. Wer sich für die Geschichte des vergangenen Jahrhunderts interessiert, kommt am besten zu der Veranstaltung der SPD Großenritte, die zwar in erster Linie die ältere Generation ansprechen wird, aber für jüngere genauso interessant und spannend sein wird.
Im Anschluss wird bei Kaffee und Kuchen viel Gelegenheit bestehen, Erinnerungen auszutauschen und über das Gesehene zu reden. Bitte bringen Sie ein eigenes Kaffeegedeck (Tasse, Teller) mit!